Tag 4, Imitieren

Hallo und schön dass Du wieder dabei bist.

Heute erzähle ich Dir etwas über die Kraft des Imitieren. Kindern machen das mehrfach am Tag. Es ist ein naturgegebenes Geschenk, da wir durch Imitation und Vorstellungskraft tief in das was wir erfahren wollen eintauchen können und es sich so stark in uns verankern kann.

Dies ist etwas ich total gerne mache. Vor allem mit den Kindern und auch mit den Erwachsenen. Es ist ein Spiel wo wir alle zum Beispiel zum Fuchs werden.

Ich leite dies an für die Teilnehmer oder wenn ich alleine durch den Wald streife, stelle ich mir vor dass es ganz von alleine passiert.

“Ich stelle mir vor wie auf meinem Handrücken Haare wachsen, ganz feine und leicht in rotbrauner Farbe, die Haare fangen an aus all meinen Poren, auf meinem ganzen Körper zu wachsen, meine Nase wird länger, die Ohren werden spitziger, ich bekomme das Gefühl lieber auf allen vieren zu gehen, es wächst mir ein langer leichter buschiger Schwanz.

Und schon will ich auf eine Entdeckungsreise gehen, welche von meiner Nase aus gesteuert ist. Ich rieche was in der Luft hängt und es etwas zum futtern gibt. Ich markiere mein Revier. Spiele mit den Artgenossen. Rolle mich für ein Nickerchen ein und fühle mich Fuchs wohl mit diesem buschigen Fell.“

Es ist einfach auch eine lustig Sache, insbesondere wenn eine Gruppe Menschen zu Welpen oder Elefanten geworden ist.

Erforscht die Welt aus der Sicht eines bei dir einheimisches Tieres.

Hier möchte ich die Eltern bitten dies Ihren Kindern lebendig vorzumachen, Sie werden daran nicht nur viel Spaß haben, sondern ihr werdet auf neue Weise die Welt entdecken.

Erzähle deinem Freund oder in der Familie wie das für Euch war, als Du heute als Tier durch den Garten/Wald gegangen bist. Kann auch ein Pantomime-Spiel sein.

 

Ideen für dein Journal: 

Was war für dich einfach wieder zu erleben?

Wie hat der Wald gerochen als du ein Hund warst?

Konntest du besser sehen als du zum Mäusebussard geworden bist?

 

Viel Spass beim erzählen, beim theatern und spielen.

 

Gerne hören wir Eure Beiträge in den Kommentaren.

Mögt Ihr einen erlebnisreichen Tag erleben.

Liebste Grüße, Michi und Arne

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    Alexandra

    Heute war wieder ein schöner Tag!
    Gernot (mein Mann) und ich waren gemeinsam draussen. Wir hatten uns vorgenommen Palmzweige zu finden, für unsere große Tochter, die heuer noch Firmung haben soll. Jedenfalls hatte ich keine Ahnung, wo ich die hier in der Umgebung finden könnte. Es gibt nicht gerade viele… wir sind einfach gegangen, wohin es uns gezogen hat 😉 Den Vorsatz längst vergessen, kamen wir an einen Bach und ich hatte plötzlich das Gefühl auf die andere Seite zu wollen. Der Waldrand hat mich „angelacht“. Wir schlichen über das Feld in diese Richtung und da hab ich ein kleines rotes Ding zwischen den grünen Halmen entdeckt. Stell dir vor, es war ein ECHTER Marienkäfer! Mit 7 Punkten!! Gleich haben wir uns ganz niedergelassen und haben uns die Perspektive des Käfers angeschaut. Riesige Grashalme plötzlich! Wow! Gernot hat sich sogar hingelegt und plötzlich sind vor seiner Nase, in einer ganz anderen Richtung zwei weitere Marienkäfer aufgetaucht. Coool! Ich hatte Jahre lang keine mehr gesehen.
    Jedenfalls bin ich dann langsam aufgestanden, es waren nur noch so 2 Meter bis zum Weg am Waldrand und ich bin so vom Boden und vom Krabbeln und den riesigen Grashalmen langsam wieder aufgetaucht in die Welt, wie ich sie sonst kenne… ich hebe den Blick… langsam, schau gerade aus und was meinst Du was genau vor meiner Nase aufgetaucht ist?? Ich hab vielleicht geschaut…
    Es war der einzigste Strauch in der Umgebung mit PALMKÄTZCHEN drauf!!! Wow! Ein Wunder! 🙂

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    Alex

    Da lieg ich auf dem Blätter-weichen Waldboden. Beobachte einen Käfer und plötzlich ist der Babybaum neben mir riesengroß.
    Der Käfer arbeitet sich kräftig durch verschiedene Schichten… gefallene Blätter, Zweige und der daraus entstehenden Erde. Es riecht nach Leben.
    Ein weiterer Babybaum reckt sich der Sonne entgegen.

    Der Käfer und ich, wir graben uns weiter vor- flüchtet er oder nimmt er mich mit in sein Reich?

    Plötzlich rufen die Kinder, suchen mich- ich bleibe ganz still. Und lausche…
    Es dauert eine Weile.

    Wenn ich in der Käferwelt bin, dann scheine ich unsichtbar zu werden!

    Mama komm mit, schau mal L. sitzt oben im Baum – wie er das hinkommen hat… Wahrscheinlich als Eichhörnchen?!

    1. Arne
      Arne Eigentümer

      Wundervoll erzählt! Danke für’s teilen!

  3. Avatar
    Eva

    Arne als sich putzendes Schwarzdrosselmännchen, sehr cool!
    Ich werde mich jetzt auch mal trauen…

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